21 Juni 2007

Moral Inversion II

Moral inversion ist die Technik, dem Gegenüber die Schuld an der eigenen Untat zu geben. So ist es zum Beispiel moral inversion, den Juden die Schuld an ihrer Vernichtung zu geben. Eine durchaus häufige Argumentationsweise.

In einer Erklärung des ägyptischen Parlaments heisst es nun zum Ritterschlag an Salman Rushdie:

«Dies ist eine weitere der Beleidigungen des Islams, wie sie zum Terrorismus geführt haben». (1)

Der Papst ist Schuld am Tod der Nonne. Die Karikaturisten sind schuld am Abfackeln der Botschaften. Die Leutchen erklären weiter:
Die Der Ritterschlag solle «neu überdacht werden, um die Welle anti-britischer Gefühle in der islamischen Welt zurückzuschlagen».

Denn am nächsten Anschlag ist der Westen schuld, nach der Logik der moral inversion.

------
(1) Quelle
Weiteres hier: klickmich
Osama Bin Laden zum "Schwert Allahs" erhoben: klickmich

18 Juni 2007

Unbekannte Begriffe III

Der Besuch des Hochamtes in der Schlosskapelle in Wien brachte den (atheistischen) Blogger von Nebeldeutsch auf ein paar weitere Erkenntnisse, insbesondere auf Begriffe, die im Islam unbekannt sind.

Der messelesende Priester hiess die Besucher, für den inneren Frieden der Menschen zu beten - ein Wunsch, den jeder Nicht-Muslim verstehen und gutheissen kann. Der innere Frieden ist religionsunabhängig gut, gesund, und eine Voraussetzung für die persönliche geistige Gesundheit wie auch für den Frieden unter Menschen und Völkern. Der Aufruf, Nicht-Muslime zu meiden, totzuschlagen oder gegen sie Jihad zu führen, ist natürlich nicht so richtig kompatibel mit dem Wunsch, dass alle Menschen den inneren Frieden finden. Ja, wer den inneren Frieden findet, wird nicht in den Jihad ziehen, und er wird niemanden totschlagen. Der Wunsch, dass die Menschen den inneren Frieden finden, steht also schlicht im Gegensatz zum Islam, seinen Zielen, und seinen Forderungen an den Gläubigen.

So ein Pech.

Der Priester sprach dann weiter - und liturgisch - von der Barmherzigkeit und von der Vergebung.

Barmherzigkeit ist natürlich im Islam unbekannt. Zwar wird das Wort im Koran dauernd verwendet, im Zusammenhang mit Allah, aber das ist nicht glaubwürdig, wenn sich dann die Aufforderung an die Muslime findet, Nicht-Muslime zu meiden, schlecht zu behandeln oder totzuschlagen. Es handelt sich da um eine PR-Behauptung, um eine Plastik-Barmherzigkeit, die den Härtetest nicht besteht.

Echte Barmherzigkeit ist unabhängig von Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung des Menschen, dem die Barmherzigkeit gilt. Barmherzigkeit gilt dem Menschen. Jedem, der in Not ist. Jedem.

Und dann die Vergebung. Heiliger Himmel, haben Sie das Wort Vergebung schon mal gefunden in den Regeln des Islams? Wenn eine Frau ihren Mann betrügt und er findet das heraus und er liebt sie halt und findet, herrje, wie konntest du auch nur und es schmerzt mich, aber nun gibt es halt mal die Regeln im Islam und mach's gut bis zur Steinigung? Nein, nix Vergebung im Islam.

Aber üben wir uns in Bescheidenheit. Wenn ein paar Dänen Karikaturen machen, nett, in aller Bescheidenheit, wenn der Papst sich verbeugt vor den gescheiten Worten eines mittelalterlichen Philosophen, der auch Kaiser von Konstantionpel war, und einen Satz von ihm zitiert, wenn ein Schriftsteller den Ritterschlag von der Queen bekommt, dann schreien weltweit Muslime auf, weil niemand etwas anderes tun darf als das, was im Koran und den Hadithen steht, dann erschiessen sie eine Nonne, die sich für die Armen opfert, weil man nicht sagen darf, dass der Islam gewalttätig sei, dann drohen sie der Queen, weil man einen Mann nicht adeln darf, gegen den ein Ayatollah eine Fatwa gesprochen hat. Üben wir uns also in Bescheideneheit. Versteigen wir uns nicht zu dem Gedanken, dass alle Menschen dieser Welt vernüftig sein können. Versteigen wir uns nicht zu dem Gedanken, dass alle Menschen dem nächsten Menschen zugestehen, eine andere Meinung zu haben. Es wäre vermessen zu erwarten, dass der Islam Bescheidenheit kennt.

Und Mass. Das haben schon die Griechen gepredigt - dass es gut sei, Mass zu halten, zwischen den Extremen zu bleiben und eine Gelassenheit anzustreben, die zum inneren Frieden führt und den Menschen vom haltlosen Triebwesen unterscheidet. Aber bleiben wir bescheiden: nicht jeder Mensch findet das Mass. Nein, es gibt sogar Menschen, die wissen nicht mal was das heisst. Für die beten die Christen, und sogar die Atheisten würden sich dem anschliessen, wenn sie denn beteten.

Denn Mass und Bescheidenheit, auch Zurückhaltung und Selbstbeherrschung, bei allem gesunden Selbstvertrauen und sicherem Geschmack, führen alle zu einem Stil, der einer gewissen Eleganz nicht entbehrt, und zu Verhalten, Einstellungen und Haltungen, die sich nur in der Zivilisation finden.

01 Juni 2007

Nächstenliebe

Die Welt kennt manches Hilfswerk, und alle helfen überall wo Not ist. Denn Nächstenliebe fragt nicht nach der Hautfarbe oder nach der Religion.

Aber nicht alle Hilfswerke denken so. denn im Islam gilt:

Keiner von Euch ist ein Gläubiger, solange er nicht das für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst gewünscht hätte. (Hadith Bukhari 1.2.12)
Dazu muss man wissen, dass der Bruder nur dann ein Bruder ist, wenn er auch Muslim ist. Wer dies für eine Unterstellung hält, sehe sich Sure 48:29 an:
Muhammad ist der Gesandte Allahs. Und die, die mit ihm sind, sind hart gegen die Ungläubigen, doch barmherzig zueinander.

Unglaublich? Sehen Sie sich mal die Projekte hier an: klickmich

Nicht-Muslime sind Menschen zweiter Klasse. Nächstenliebe gehört zu den Wörtern, die es im Islam nicht gibt.


------
Mehr Nächstenliebe: klickmich
Noch mehr Nächstenliebe: klickmich
Goldene Regel: klickmich
Siehe auch diese Diskussion: klickmich (englisch)

31 Mai 2007

Wegschweigen

Darf nun ein Muslim seine Religion verlassen, ohne in Gefahr zu geraten?

Der Vorsitzende des Koordinierungsrates, Ayyub Axel Köhler (Köln), betonte gegenüber idea, dass die Muslime in Deutschland keine Todesstrafe für Muslime fordern, die zum Christentum wechseln. (1)

Tönt echt gut. Also fordern tun sie die Todesstrafe nicht, ablehnen allerdings auch nicht.
„Wir haben andere theologische Einsichten als Muslime in anderen Teilen der Welt“, so Köhler.

Welche? Dass ein Muslim frei sei, den Islam zu verlassen? Das würde ja glatt der Scharia widersprechen, und das wird Herr Köhler wohl nicht.

Wenn alles im Sinne des Grundgesetzes gälte, dann würde Herr Köhler das sagen können. So bleibt diese Interpretation:

  1. Ein Muslim darf seine Religion nicht verlassen.
  2. Auf Verlassen der Religion steht die Todesstrafe.
  3. Öffentlich die Todesstrafe fordern ist ungeschickt.
  4. Es findet sich ja leicht einer, der das durchführt.

Und darum
5. Man muss das in der Öffentlichkeit wegschweigen, sonst gibt's unnötige Unruhe.


------
(1) Quelle: klickmich

27 Mai 2007

Ins Gesicht lügen III

Die Angst vor dem Islam [..] habe wohl mit den Aktionen der Kaida zu tun, sagt Imani, der iranische Botschafter in der Schweiz:

«Da muss man allerdings die Dinge genau unterscheiden. Die Kaida hat nichts mit dem Islam zu tun, der Terrorismus dieser Organisation wendet sich vor allem gegen die Muslime selbst» (1)

Der Islam hat nichts mit Gewalt zu tun, genauso wenig wie der Ruf Allahu Akbar.

Wie gesehen in New York, Madrid und London.

-------
(1) NZZaS, 27.Mai 2007, p.17

Den Hinweis auf die Al-Qaida macht der Botschafter, nachdem er versichert hat, dass die (Anti-) Minarett-Initiative der Schweiz nicht zu internationalen Spannungen führen werde.
Allerdings muss die Schweiz ihre Islamophobie noch abbauen, sagt er weiter: Da gibt es Verbesserungspotential (sic!) beim Moscheenbau, bei den Friedhöfen und bei den Einbürgerungen. In Diplomatensprache nennt er also die Bedingungen. Ansonsten kann er nicht garantieren für Al-Qaida.

20 Mai 2007

Herr im Haus

Hisham Maizar, Präsident der grössten islamischen Organisation der Schweiz, gab mal wieder ein Interview (1)

Er würde gern erklären, dass es beim Bau von Minaretten «nicht darum geht, die Schweiz unter muslimische Herrschaft zu bringen», aber er sagt selber, dass die Minarette genau als Herrschaftszeichen gebaut wurden.

Das scheint ein Widerspruch zu sein, aber man kann den Widerspruch leicht auflösen: Es geht beim Bau von Minaretten nicht darum, die Schweiz unter muslimische Herrschaft zu bringen, denn Minarette sind das Zeichen, dass man das Land bereits erobert hat - wie eben in Konstantinopel mit der Hagia Sophia gezeigt: Die hat keine christlichen Türme, die bekam nach der Eroberung zur Bewachung 4 Minarette. Damit jeder wusste, Mehmet II Fatih, also der Eroberer, hat gesiegt im Namen des Islams, und ist jetzt Herr im Haus.

Wenn er also Minarette will, dann zum Zeichen, dass er bereits Herr im Haus ist.

Da müsste es eigentlich auch Muezzine geben, denkt man sich, und der Interviewer fragt tatsächlich, ob auf das Minarett früher oder später der Muezzin folge. Seine Antwort ist klar:

Nein, das ist nicht unbedingt die Folge.

Also ja.

Was sagt er des weiteren zu den Bedenken gegenüber dem Islam, die sich in der Minarett-Initiative zeigen? Zerstreut er die Bedenken, zeigt er, dass der Islam nicht mehr der Eroberer-Islam von Mohammed oder Mehmet II ist?

Nein, das ist nicht nötig.
„Lanciert einer eine Initiative, ist das sein gutes Recht. Hat er Angst vor dem Islam, ist das sein Recht. Doch dann muss er einen Schritt weiter gehen, den Dialog suchen, seine Ängste abbauen.“

Es ist nicht so, dass der Islam die Ängste zerstreuen muss, glaubhaft zerstreuen muss, sondern der Schweizer muss in seinem Land sich selber die Bedenken selber austreiben. Der Schweizer muss den Dialog suchen mit dem Islam, nicht umgekehrt. Wo kämen wir sonst hin? Wer ist eigentlich der Herr im Haus?

Und darum folgt gleich noch die Drohung mit den Folgen, die Dänemark mit den Karikaturen erlitt:
„Die Initianten [der Minarett-Initiative] haben die Lektion aus dem Karikaturenstreit nicht gelernt. Sie haben nicht begriffen, dass man gewissen Fragen ein bisschen sensibler behandeln müsste. “

Sonst organisiert sich der Islam wie in Dänemark, wo zwei Imame dafür sorgten, dass dänische Botschaften angezündet wurden, dänische Produkte boykottiert wurden. Sowas kann auch der Schweiz passieren, es braucht nur einen Wink: Boykott, brennende Botschaften, Bombenanschläge.

Ist es das, was die Intianten wollen? Ist es das, was die Schweizer wollen? Begriffen?

Nicht begriffen? Dann also nochmals:

Im Islam gilt: Solange der Muslim Gast ist, hält er sich an die Gesetze des Gastlandes. Wenn er das Land übernommen hat, dann bestimmt er. Und dann kommt die Abrechnung.

Dann werden Moscheen gebaut, zur Integration der Nicht-Muslime. Dann werden Minarette gebaut
"damit die Menschen von nah und fern wissen, dass das der Ort ist, wo auch das Freitagsgebet, der islamische Gottesdienst, abgehalten werden kann."

Und damit klar ist, wer der Herr im Haus ist.


-----
(1) NZZas 20.5.2007 p13, referiert in 20min.ch.

Indirekte Drohung V

Die Muslime in der Schweiz regen sich (verständlicherweise) über die Initiative auf, welche Minarette verbieten will.

Mehrere Verbände von Muslimen haben [..] ihre Besorgnis über [..] die Initiative für ein Minarett-Verbot ausgedrückt. Solche Ausgrenzungen gefährdeten das friedliche Zusammenleben und könnten die Muslime in Parallelgesellschaften abdrängen, heisst es in der Mitteilung. (1)

Wieso damit das friedliche Zusammenleben gefährdet ist, ist nicht unmittelbar klar - schliesslich wird weder der Islam verboten, noch Gebetsräume (2).

Es sei denn, die Muslime würden zu den Waffen greifen.

Ja, das könnte es heissen, schliesslich sieht selbst die Bundespräsidentin der Schweiz ein Sicherheitsrisiko bei einem solchen Verbot. Und die Muslime, die immer betonen, dass sie eine Umma sind, eine weltweite Gemeinschaft, haben bereits in Amsterdam klar gemacht, dass es gewalttätige Ausschreitungen gibt, wenn sie behindert werden.

Die Muslime der Schweiz drohen also. Indirekt, und dennoch klar.

Die Aussage
Die Aushöhlung der Religionsfreiheit würde dem Ansehen der liberalen und neutralen Schweiz schaden.

heisst dann also, dass sie schon in der Lage wären, eine Situation wie bei den Karikaturen herbeizuführen, mit Boykotten, Krawallen und Abfackeln von Botschaften. Oder mehr.

Auch dies ist eine Drohung.

-----
(1) NZZ 18.5.2007, p. 19 im Artikel "Jüdisches Engagement für Integration der Muslime"
(2) Bei den Namen der Moscheen müsste vielleicht genauer darauf geachtet werden, was da gesagt wird: Fatih-Moschee heisst zum Beispiel Eroberer-Moschee. Das bezieht sich auf den Eroberer Konstantinopels, Mehmet II (nach dem auch ein paar Moscheen benannt sind). Selim-Moscheen wiederum sind benannt nach einem Schlächter.

Mina Ahadi (ex-muslime.de) im Interview:
"Der politische Islam versucht, in den europäischen Ländern eine Rolle zu spielen, und eines seiner Machtinstrumente ist die Moschee. Es gibt hier bereits über 2000. Wer die Moscheen nur als Gebetshäuser definiert, verharmlost ein wichtiges Problem [..]." Quelle


 

kostenloser Counter