20 Mai 2007

Herr im Haus

Hisham Maizar, Präsident der grössten islamischen Organisation der Schweiz, gab mal wieder ein Interview (1)

Er würde gern erklären, dass es beim Bau von Minaretten «nicht darum geht, die Schweiz unter muslimische Herrschaft zu bringen», aber er sagt selber, dass die Minarette genau als Herrschaftszeichen gebaut wurden.

Das scheint ein Widerspruch zu sein, aber man kann den Widerspruch leicht auflösen: Es geht beim Bau von Minaretten nicht darum, die Schweiz unter muslimische Herrschaft zu bringen, denn Minarette sind das Zeichen, dass man das Land bereits erobert hat - wie eben in Konstantinopel mit der Hagia Sophia gezeigt: Die hat keine christlichen Türme, die bekam nach der Eroberung zur Bewachung 4 Minarette. Damit jeder wusste, Mehmet II Fatih, also der Eroberer, hat gesiegt im Namen des Islams, und ist jetzt Herr im Haus.

Wenn er also Minarette will, dann zum Zeichen, dass er bereits Herr im Haus ist.

Da müsste es eigentlich auch Muezzine geben, denkt man sich, und der Interviewer fragt tatsächlich, ob auf das Minarett früher oder später der Muezzin folge. Seine Antwort ist klar:

Nein, das ist nicht unbedingt die Folge.

Also ja.

Was sagt er des weiteren zu den Bedenken gegenüber dem Islam, die sich in der Minarett-Initiative zeigen? Zerstreut er die Bedenken, zeigt er, dass der Islam nicht mehr der Eroberer-Islam von Mohammed oder Mehmet II ist?

Nein, das ist nicht nötig.
„Lanciert einer eine Initiative, ist das sein gutes Recht. Hat er Angst vor dem Islam, ist das sein Recht. Doch dann muss er einen Schritt weiter gehen, den Dialog suchen, seine Ängste abbauen.“

Es ist nicht so, dass der Islam die Ängste zerstreuen muss, glaubhaft zerstreuen muss, sondern der Schweizer muss in seinem Land sich selber die Bedenken selber austreiben. Der Schweizer muss den Dialog suchen mit dem Islam, nicht umgekehrt. Wo kämen wir sonst hin? Wer ist eigentlich der Herr im Haus?

Und darum folgt gleich noch die Drohung mit den Folgen, die Dänemark mit den Karikaturen erlitt:
„Die Initianten [der Minarett-Initiative] haben die Lektion aus dem Karikaturenstreit nicht gelernt. Sie haben nicht begriffen, dass man gewissen Fragen ein bisschen sensibler behandeln müsste. “

Sonst organisiert sich der Islam wie in Dänemark, wo zwei Imame dafür sorgten, dass dänische Botschaften angezündet wurden, dänische Produkte boykottiert wurden. Sowas kann auch der Schweiz passieren, es braucht nur einen Wink: Boykott, brennende Botschaften, Bombenanschläge.

Ist es das, was die Intianten wollen? Ist es das, was die Schweizer wollen? Begriffen?

Nicht begriffen? Dann also nochmals:

Im Islam gilt: Solange der Muslim Gast ist, hält er sich an die Gesetze des Gastlandes. Wenn er das Land übernommen hat, dann bestimmt er. Und dann kommt die Abrechnung.

Dann werden Moscheen gebaut, zur Integration der Nicht-Muslime. Dann werden Minarette gebaut
"damit die Menschen von nah und fern wissen, dass das der Ort ist, wo auch das Freitagsgebet, der islamische Gottesdienst, abgehalten werden kann."

Und damit klar ist, wer der Herr im Haus ist.


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(1) NZZas 20.5.2007 p13, referiert in 20min.ch.

1 Kommentar:

roger hat gesagt…

Islam hat in Europa nichts zu suchen !

Islam ist eine religiöse Politik und nicht eine Religion im Sakralen Sinne ! Daher hat diese hier nichts zu suchen !

 

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