21 April 2006

Geisteshaltung - Integration verkehrt

Die Geisteshaltung der Muslime ist für andere Menschen manchmal rätselhaft.

In einem Bericht von islamonline.net über die Imamkonferenz von Wien wird wieder einmal über Integration geredet. Als erstes fällt auf der Seite das Bild einer Mutter auf, die laut Bildunterschrift ihren Kindern den Koran beibringt. Wohlgemerkt, der Titel dieser Seite heisst "Education… Muslims Integration Tool in Austria". Integration, mit Koranstudium? Nun, lassen wir dies mal als Kuriosum stehen.

Weiter kommt ein Student zum Zuge, der halt, ganz anders als frühere Muslime, nicht nur nach Europa kam, um Arbeit zu finden. Nein, er hat studiert. In Frankreich. Und hat einen Abschluss in - äh - Scharia und Jurisprudenz, von der Faculté Européenne des Études Islamiques ( F.E.E.I.). Etwas, das man braucht in Europa. Etwas, das die Integration fördert. Gewiss. Aber ist das nicht diese Organisation, die im wesentlichen kleine Muslimbrüder ausbildet?

Seis drum. Im Weiteren wird betont, wie wichtig die jungen muslimischen Hochschul-Absolventen sind. Sie seien die Ecksteine der Entwicklung und der Integration in die Gesellschaft.
Es spricht dann Omar Al-Rawi, Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, und der sagt

Wir brauchen mehr Lehrer, Ingenieure, Ärzte und Politiker, um die steigenden Bedürfnisse der österreichischen Muslime abzudecken (1)
Jetzt ist mir etwas entgangen, denke ich. Es geht hier ja um die jungen Einwanderer und Muslime. Warum braucht es mehr muslimische Lehrer, Ingenieure, Ärzte und Politiker, damit die steigenden Bedürfnisse der Muslime abgedeckt werden?

Wenn sich die Muslime integrieren, dann durchmischt sich das ja alles, wie es mit den Italienern und Griechen war. Griechischer Ingenieur heiratet österreichische Ärztin, und die Kinder wachsen zweisprachig auf, vielleicht, die folgende Generation ist schliesslich so österreichisch, dass die Bilder von Griechenland noch eine schöne vergilbende Erinnerung sind. Wie das schon immer war mit Einwanderern. Sie kamen, bereicherten das Land und gingen in ihm auf.

Aber bei den Muslimen ist das anders. Offensichtlich haben die Muslime Bedürfnisse, die nur durch muslimische Lehrer, Ingenieure, Ärzte und Politiker und auf keine andere Art abzudecken sind. Kein Kaffer kann einen muslimischen Lehrer ersetzen. Keine Kafferin kann eine muslimische Ärztin sein.

Muslime wollen also muslimische Lehrer, Muslime wollen muslimische Ingenieure, Muslime wollen muslimische Ärzte, und Muslime wollen muslimische Politiker.

Was ist denn so anders an denen? Das Wissen? Die Akzeptanz? Oder das Selbstverständnis, die Einstellung? Nur ein Muslim hat ein muslimisches Selbstverständnis. Nur ein Muslim kann wie ein Muslim denken. Ein Österreicher denkt österreichisch, nicht muslimisch, auch wenn er fachlich genauso gut ist als Lehrer, Ingenieur, Arzt oder Politiker.

Für Muslime braucht es darum Muslime, keine anderen. Das ist so. Ende.

Dies ist die Selbstverständlichkeit, die hinter einer solchen Bemerkung steht, dies ist die Geisteshaltung, welche eine solche Bemerkung verständlich macht.

Das ist das Gegenteil von Integration. Das ergibt eine Parallelgesellschaft.

Die Integration steht im Titel der Seite - danach kommt die wirkliche Haltung. Sie wollen sich nicht integrieren, sie arbeiten auf eine islamische Gesellschaft hin. Und wenn sie dann noch mehr sind, bestimmt die islamische Gesellschaft.

Die Österreicher werden da natürlich willkommen sein.

Völlig selbstverständlich.

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(1) Rückübersetzung der Aussage in Englisch auf obiger Seite: "We need more teachers, engineers, physicians and politicians to satisfy the increasing needs of the Austrian Muslims."

Integration: Realität.

Feburar 2008: Erdogan fordert türkische Universtäten und Gymnasien in Deutschland

Kommentare:

Conker hat gesagt…

Deine Seite gefällt mir. Oft ist es mir bei einer Diskussion mit Muslimen genau so oder zumindest ähnlich ergangen.
Gut gemacht!

Conker hat gesagt…

http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=119

http://www.falter.at/print/F2004_15_1.php

bitter_twisted hat gesagt…

So wie Deutsche im Ausland, möchten Muslime auch gerne in ihren eigenen Kreisen verkehren. Warum ist das verkehrt?

FreeSpeech hat gesagt…

@bitter_twisted
Keiner hat gesagt, sie dürften sich nicht mit ihresgleichen treffen. Kurz zusammengefasst: Du stellst eine Frage zur Ablenkung, und du machst eine Unterstellung.

Zum Gehalt deines Kommentars: Ich wusste nicht, dass Muslim eine Landes-Zugehörigkeit ist wie Deutscher, Österreicher, Engländer. Aber du hast natürlich recht, genauso verhalten sie sich: Muslime, nicht Deutsche, Muslime, nicht Österrreicher, Muslime, nicht Engländer.

Wer diese Geisteshaltung hat, soll seinen Pass abgeben, sich unaffällig wie ein Besucher auf Zeit aufführen, und ganz sicher nicht Geld und Gesetzesänderungen verlangen. Wie das jeder anständige Mensch im Ausland tut.

 

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