24 Juli 2007

Ist der Islam eine Religion?

Christoph Böhr stellt die zentrale Frage, und gibt auch das zentrale Konzept an, welches islamisches Denken vom säkularen westlichen Denken unterscheidet:

Im Mittelpunkt der Kultur des Islam steht ein Menschenbild, das ganz und gar anders angelegt ist als das christlich-europäische. Es ist mit dem europäischen unvereinbar.

Im Islam gilt Gehorsam, im Westen die Freiheit und damit die Verantwortung. Die beiden Vorstellungen schliessen sich aus.

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Es lohnt, den ganzen Artikel zu lesen: klickmich
Diskussion auf PI: klickmich

- Allah paßt nicht ins Grundgesetz. Essay von Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Philipps klickmich

- Diskussion einer Anzeige gegen die Verbreitung des Korans auf PI (mit aufschlussreichen Zitaten heutiger Vertreter des Islams)

-Necla Kelek stellt in Frage, dass der Islam mit der Verfassung kompatibel sei:
Seit fast einem Jahr diskutieren wir mit den Islamverbänden über eine gemeinsame Erklärung zum Wertekonsens. Der strittige Text lautet: „Grundlage ist neben unseren Wertvorstellungen und unserem kulturellen Selbstverständnis unsere freiheitliche und demokratische Ordnung, wie sie sich aus der deutschen und europäischen Geschichte entwickelt hat und im Grundgesetz ihre verfassungsrechtliche Ausprägung findet.“ Die Islamverbände des Koordinierungsrates der Muslime weigern sich bis heute, dieser Formulierung zuzustimmen.

und
Für mich ist der Islam als Weltanschauung und Wertesystem nicht in die europäischen Gesellschaften integrierbar und deshalb generell nicht als Körperschaft öffentlichen Rechts anzuerkennen. Das ist keine Frage des guten Willens. Es fehlen die institutionellen, strukturellen und theologischen Voraussetzungen dafür und seinen Vertretern, mit einem Wort von Habermas, „eine in Überzeugung verwurzelte Legitimation“.

Quelle: klickmich

Kommentare:

Medjgan hat gesagt…

Der Islam gehört zu den monotheistischen Religionen und hat daher viel mit dem Christentum und dem Judentum gemeinsam. Unter anderem, dass der Mensch sich insofern von den anderen Schöpfungen Gottes unterscheidet, dass dieser einen eigenen Willen besitzt. Und somit eine Verantwortung für alle seine Taten.

Nach dem Anthropologischen Verständnis des Islams sind die Menschen daher den Engeln auch überlegen (erinnert das nicht an den Christentum???).

FreeSpeech hat gesagt…

Ob eine Lehre mit Jihad auch heute noch als Religion qualifiziert, sei dahingestellt.

Sicher ist bloss, dass mich das Christentum nicht interessiert, sondern die aufgeklärte Welt.

Und da darfst du an Gott, Schöpfung und Engel glauben, solange du willst.

Medjgan hat gesagt…

Jihad heißt nichts weiter als Anstrengung...

In jeder Sache. Glaube, Bildung etc.

Es geht darum sich Mühe zu geben, zu erforschen, nachzufragen. Alles Eigenschaften die dem Omanischen Reich um 700 n.Chr. zu vielen großartigen Erkenntnissen verholfen hat,(Medizin, Alchemie,Algebra, Architektur) ohne welche auch die heutige aufgeklärte Welt nicht so wäre wie sie ist.

Der Islam steht mit der Aufklärung ja nicht im Widerspruch.

Nur weil einge Menschen in ihrer Verzweiflung diesen Begriff missbraucht haben, heißt es noch lange nicht dass man den Islam nicht als eine Religion bezeichnen kann.

FreeSpeech hat gesagt…

"Jihad heißt nichts weiter als Anstrengung...2

Na, das ist eine gewagte Behauptung. Ich zitiere:

Der Jihad wird gerne als "Streben auf dem Wege Gottes" hingestellt. Die Quellen sind aber deutlich: Jihad ist Krieg.

So sagt der Malakit (Mitglied einer der 4 Rechtsschulen) Ibn Abi Zayd al-Qayrawani 996 n.Chr, dass man die Ungläubigen besser erst auffordert, den Islam anzunehmen, bevor man sie angreift - ausser, die Ungläubigen hätten schon einen Krieg begonnen.

Jihad is a precept of Divine institution. Its performance by certain individuals may dispense others from it. We Malikis maintain that it is preferable not to begin hostilities with the enemy before having invited the latter to embrace the religion of Allah except where the enemy attacks first. They have the alternative of either converting to Islam or paying the poll tax (jizya), short of which war will be declared against them.



.. und der Hanibalit Ibn Taymiyya 1328 n.Chr., bläst ins gleiche Horn: Wenn sie den Ruf, sich zu unterwerfen nicht annehmen, dann ist Jihad berechtigt. Man darf sogar Frauen, Kinder, Blinde, Mönche, Alte, und Krüppel totschlagen, wenn sie ihre Stimme gegen den Islam erheben.


Since lawful warfare is essentially jihad and since its aim is that the religion is God's entirely and God's word is uppermost, therefore according to all Muslims, those who stand in the way of this aim must be fought. As for those who cannot offer resistance or cannot fight, such as women, children, monks, old people, the blind, handicapped and their likes, they shall not be killed unless they actually fight with words (e.g. by propaganda) and acts (e.g. by spying or otherwise assisting in the warfare).



Die Hanafi-Schule macht klar, dass der Krieg um die Religion geht, und dass die Angegriffenen immer noch die Wahl haben zwischen Islam, Kopfsteuer oder Tod. (Hidayah, vol. Ii. P. 140 , 1196 n.Chr.):

It is not lawful to make war upon any people who have never before been called to the faith, without previously requiring them to embrace it, because the Prophet so instructed his commanders, directing them to call the infidels to the faith, and also because the people will hence perceive that they are attacked for the sake of religion, and not for the sake of taking their property, or making slaves of their children, and on this consideration it is possible that they may be induced to agree to the call, in order to save themselves from the troubles of war… If the infidels, upon receiving the call, neither consent to it nor agree to pay capitation tax, it is then incumbent on the Muslims to call upon God for assistance, and to make war upon them, because God is the assistant of those who serve Him, and the destroyer of His enemies, the infidels, and it is necessary to implore His aid upon every occasion; the Prophet, moreover, commands us so to do.


Zu guter Letzt noch Al-Mawardi von der Shafi-Schule, 1058 n.Chr. Auch hier das gleiche Muster: Einladung zum Islam, und dann bei Zurückweisung Krieg.

The mushrikun [infidels] of Dar al-Harb (the arena of battle) are of two types: First, those whom the call of Islam has reached, but they have refused it and have taken up arms. The amir of the army has the option of fighting them…in accordance with what he judges to be in the best interest of the Muslims and most harmful to the mushrikun… Second, those whom the invitation to Islam has not reached, although such persons are few nowadays since Allah has made manifest the call of his Messenger…it is forbidden to…begin an attack before explaining the invitation to Islam to them, informing them of the miracles of the Prophet and making plain the proofs so as to encourage acceptance on their part; if they still refuse to accept after this, war is waged against them and they are treated as those whom the call has reached…



Du scheinst deine Religion schlecht zu kennen.

Jacques Auvergne hat gesagt…

*
"Wir sind Christen", sagten die Jungen
Sonniger Touristentraum Ägypten: zum Islam wechseln oder das Examen nicht bestehen

Zwei Schüler wurden vor die heimtückische Wahl gestellt, ihre eingereichte Abschlussprüfung mit der Zwangskonversion zum Islam verbinden zu "dürfen" oder aber das Examen nicht zu bestehen.


Mit dem riskanten "Ich bin ein Christ" jedoch unterschrieben die beiden Jungen ihre Abschlussprüfung, wohl wissend, damit das Nichtbestehen ihrer schulischen Ausbildung zu riskieren. Derzeit versucht eine in den USA ansässige Organisation internationalem Druck aufzubauen, um die ägyptische Regierung dazu zu bewegen, derartige ausweglose Fangfragen christlichen Minderjährigen gegenüber zu verhindern.

Sam Grace, ein Sprecher der ägyptisch-christlichen COPTIC NEWS betont: "Nur durch das hartnäckige und mutige Verweigern des erzwungenen Übertritts zum Islam ist dieser Fall seitens der internationalen Öffentlichkeit überhaupt wahrgenommen worden." Derartige unerzählte Geschichten publik zu machen ist das Anliegen von Grace.
Die beiden Jungen, Mario Medhat Ramses, 11, und Andrew Medhat Ramses, 13, sehen sich nur einer beruflichen wie ökonomischen Zukunft ohne Berufsabschluss ausgeliefert, obschon ihre schulischen Leistungen seitens des Französischen Gymnasiums von Alexandria (French Lycee) als "brilliant" eingestuft wurden.

Grace berichtet, dass Ägyptens Erziehungsministerium sich hinter die Schulentscheidung, die Prüfung mit der Konversionserklärung zu verknüpfen stellt. Der Vater der beiden Kinder, der die Familie vor fünf Jahren verlassen hat, wäre nämlich mittlerweile vom Christentum zum Islam übergetreten, so habe das Ministerium erläuternd ausgeführt.

Die Eltern Medhat Ramses und Camellia Medhat waren zur Zeit der Geburt der Jungen ein christliches Ehepaar. Doch dann trennte sich der Vater von der Mutter und konvertierte zum Islam, um eine Muslima zu heiraten.

Seit knapp vierzehn Jahrhunderten darf zwar ein Muslim eine Christin heiraten, doch ein Christ keine Muslima. Ebenso gilt aber nach islamischem Männerrecht, dass die Kinder des Mannes (mehrere Frauen darf er ja haben) immer Muslime sind.

Das vormoderne islamische Religionsrecht, dass von der Zivilregierung Ägyptens angewendet wird, verlangt, dass jedes Kind eines (!) zum Islam übergetretenen Elternteils dem Konversionswunsch folgen muss, "da der Islam die höherrangige Religion ist", wie Grace die fragwürdige ägyptische Alltagspraxis ungeschönt darstellt.

Auch eine Art, einen Völkermord zu betreiben. Es gab Jahrhunderte, in denen nahezu die gesamte Bevölkerung Ägyptens oder Kleinasiens verschiedenen christlichen Konfessionen angehörte.
Die Kinder hingegen "den verfälschten Religionen des Judentums oder Christentums des anderen Elternteils zu überlassen", so Sam Grace über Ägyptens erziehungsministerielle Intention, "müsse sie für das Feuer der Hölle bestimmen, wie es aus islamischer Sicht nun einmal das Schicksal aller Juden und Christen sei", rundet Grace den Bericht aus Alexandria ab.

Alexandria hatte einmal eine weltberühmte Bibliothek. Heute reicht ein Buch, um die Welt zu erklären.

Was sich jenseits der Mauern des Touristenhotels abspielt, davon bekommen die europäischen Reisenden offenbar wenig mit.

*

FreeSpeech hat gesagt…

Jacques:

Quelle/ Link?

Das würde da hin passen
http://nebeldeutsch.blogspot.com/2006/10/kein-zwang.html

Diego hat gesagt…

Also mir ist nicht ganz klar, was du als "Freiheit" der aufgeklärten Welt preisen möchtest. Ich fühle mich hier im Westen dauernd unter irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen. Am meisten tun mir hier aber die Frauen leid. Sie erhalten Anerkennung, wenn sie halb nackt durch die Gegend wackeln, dazu wird sie durch die Modeindustrie ja gezwungen, schau dir mal die Modezeitschriften und Kataloge an! Das ist für mich übelste Versklavung der Frauen! Und beruflich müssen sie sich halb tot ackern: berufliche Karriere, Haushalt, Familie, Freunde, Hobbies und wenn sie Pech hat, ist sie noch alleinerziehend.
Dazu gibt es noch zig Beispiele!

Von welcher Freiheit redest du also?

Im übrigen trägt der Mensch im Islam die volle Verantwortung für sein handeln alleine.

>>.. und der Hanibalit Ibn Taymiyya 1328 n.Chr., bläst ins gleiche Horn: Wenn sie den Ruf, sich zu unterwerfen nicht annehmen, dann ist Jihad berechtigt. Man darf sogar Frauen, Kinder, Blinde, Mönche, Alte, und Krüppel totschlagen, wenn sie ihre Stimme gegen den Islam erheben.
<<
Das widerspricht dem Koran und ist somit abzulehnen. Man darf nur töten, wenn einer quasi mit der Waffe drohend vor einem steht. Dazu gibt es auch zig Fatawa. Aber so wie ich dich einschätze, läßt du authentische Quellen nicht gelten, also spare ich mir die Mühe, sie hier zu posten. Du willst nur glauben, was in deinen Kram passt und das macht jeden Dialog zunichte.

Also ein wenig Kenntnis ist schon erforderlich, aber dazu muss man kein Moslem sein.

FreeSpeech hat gesagt…

Verantwortung, islamisch:
http://nebeldeutsch.blogspot.com/2006/09/unbekannte-begriffe.html

Freiheit: politische Mitbestimmung, freie Meinungsäusserung (wenn du bei Muslimen blogst, merkst du was das nicht ist), freie Wahl von religion etc.

Die Freiheit hört dort auf, wo die Freieheit des anderen beginnt.

Ich kann nichts dafür, dass die Rechtsschulen das mit dem Töten so definieren. Im übrigen steht das alles auch im Koran. (schöne Zusammenstellung in Religion of Piece von Robert Spencer).
Ich kann auch nichts dafür, dass die Muslime das mit dem Töten so täglich tun.

Um dich zu zitieren:
"Also ein wenig Kenntnis ist schon erforderlich, aber dazu muss man kein Moslem sein."

FreeSpeech hat gesagt…

"Religion of Piece" war ein Freud'scher Verschreiber, aber ein schöner.

 

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